WieserWelt

Reisen - Wein - Genuss - Fotografie

Australien

150889 Ankunft um 7 Uhr früh bei strahlendem aber kühlem Wetter da bis Mitte September noch Winter herrscht, wir sind wieder in einem westlichem Land.


SYDNEY: die älteste und größte Stadt Australiens mit 3.4 Mill. Einw. mit einer wie überall gleichen City mit multikulturellen Flair. Wir mieten uns eine Wohnung an der Viktoria Street für 700 Ats pro Person und Woche, eine Straße weiter liegt Kings Cross das Amüsierviertel, man hat Blick auf den Hafen und das Opernhaus aber leider eine kalte Bude und auch der kleine Heizstrahler bringt wenig Abhilfe. Am Abend sitzen wir im OZ-Rock Cafe und lernen Sissy und Mike kennen, beide aus Sölden, wir verbringen einen tollen Abend miteinander, sie wollen uns Adressen besorgen um Arbeit zu finden.

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Sind heute zum GPO, konnte dort 6 Briefe in Empfang nehmen, sind dann durch die Pitt Street, dem Finanz-und Geschäftsviertel, zum Hafen gelaufen. Der Hafen von Sydney ist einmalig, groß mit tollem Panorama auf die Harbour Bridge und der Skyline mit imposanten Hochhäusern---- das beste „das Opernhaus“
ein herrlich weißes Gebäude mit seiner Dachkonstruktion wie eine Muschel, erst beim Näherkommen sieht man daß es vollständig mit Fliesen belegt ist, es gibt 3 riesige Konzertsäle wo derzeit „Evita“ gespielt wird. Eine breite Treppe führt zum Eingang, links und rechts kann das Gebäude umrundet werden und man hat einen herrlichen Blick auf den Hafen, viele Boote sind auf dem Wasser, sogar die „Bounty“ ist nachgebaut und man kann mit ihr eine 4 stündige Rundfahrt für 55 ASD machen. Wir sitzen lange in einem Cafe am Hafen, beobachten die vielen Menschen, Musiker und man sieht auch vereinzelt Aboriginals die aber leider alle betrunken sind, sie haben meist keinen Wohnsitz oder eine feste Arbeit und sind völlig entwurzelt. Nach Genießen der Wintersonne sind wir durch den Botanischen Garten zurückspaziert. Abends sitzen wir im OZ Rock Cafe und lernen Hannes der mit Lissy und Mike zusammensaß, kennen.

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Autokauf--- zuerst fahren wir mit dem Zug in die Vorstadt, man glaubt sich nach Amerika versetzt,
auch die gleichen Häuser und Straßen im altenglischen Stil.
Der Autohändler ist ein Schweizer der aber leider nichts brauchbares hat. Sind dann wieder zurück zur Central St. und von dort durch die Pitt Street zum Hafen gelaufen.
Es ist nicht mehr so kalt, wenn die sonne scheint ist es recht warm, fahren nach Manly, vorbei am Opernhaus das erst
vom wasser aus so richtig zur Geltung kommt, an den Vorstädten und kleinen buchten die von hohen Klippen unterbrochen werden. Vom Hafen aus fahren wir mit dem Bus 173 zu Bruno Frischknecht einem Autohändler aus der Schweiz den ich nur weiter empfehlen kann. wir kaufen uns einen Ford falcon um 40000 ats wobei wir am ende der reise noch 21000 ats zurück bekommen, inkludiert sind Versicherung und Reparaturen, zusätzlich die gesamte Ausrüstung.
In den nächsten tagen machen wir Sydney unsicher, besuchen die ganzen sehenswürdgkeiten wie Opernhaus, the rocks, Bondy und Bronte Beach, belagern die wunderschönen Parks und sitzen tagtäglich in der OZ Rockbar.

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01.09.89
Ankunft von Margit, endlich, hole sie vom Flugplatz ab, es dauert ewig bis ich sie sehe tolle neue Frisur, es gibt viel zu erzählen bis spät in die nacht. Die tage bis zur abfahrt nach Süden wird Sydney nochmals ausgiebig bewandert.

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07.09.89
Wir übernachten in Eden, der Campingplatz liegt an einem wunderbaren See der durch
eine kleine Passage mit dem Meer verbunden ist, ein kleiner Sandstrand vervollständigt dieses herrliche Bild. Eden ist eine Provinzstadt mit 4000 Einwohner, bekannt durch das Walfängermuseum das im Besitz von einem Skelett eines Killerwales ist. Mode und Musik, es spielen „the doors“, AC/DC und alte Songs von pink Floyd“. scheinen in den 70iger Jahren
stehen geblieben zu sein.
Nach einem ausgiebigen Frühstück geht die fahrt weiter nach bis Seaspray, unterwegs kurze Stopps in Lake entrace, hier herrliche Aussicht auf blaugrüne Lagunen und schneeweiße Strände, bei sale verlassen wir den Prinzeß Highway und gelangen auf den gippsland Highway, bis Seaspray sind es nun 50 km. Dieses Dorf hat 261 Einwohner , es besteht aus einigen Ferienhäuser, einer schule, einer Kirche und einem Shop der als Post, vidioverleih, bottle shop und Restaurant fungiert. Wir kaufen uns 24 Dosen Bier und verleben wegen Regens einen lustigen abend im Waschsalon.
Am frühen morgen sunrise am Strand.

WILSON PROMOTORY NP

dies ist der südlichste Punkt von Australien, wir übernachten am tidal River an dem sich die Normen Beach anschließt, goldgelber Sand soweit das Auge reicht, der tidal River fließt durch ein riesiges Vogelparadies dessen Wasser aufgrund des Tannins der bäume eine bräunliche Farbe aufweist. Auf dem Campingplatz sieht man Kängurus und Wombats, ein Erlebnis sind die vielen Papageien die sich nicht scheuen den Menschen auf Schulter und Kopf zu sitzen.

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Am nächsten Tag wandern wir den lilly pilly gully Wanderweg der einen Einblick in diese herrliche Natur gibt, der weg führt an einem Bach mit Baumfarnen und Moos entlang, danach besteigen wir den Mt. Oberon der ganz in der nähe liegt, von hier eine tolle Aussicht über die ganze Halbinsel mit seinen Stränden, Klippen und Wäldern.

11.09.1989
vormittags füttern Wolfgang und ich stundenlang die Papageien, unsere Frauen haben Waschtag. Dann geht’s über den tidal River zur squeaky Beach, das tosende Meer ist bietet ein atemberaubendes Schauspiel, die wellen brechen sich mit lautem Getöse an den Klippen, Blumen blühen in verschwenderischer Pracht und Wasservögel nisten in den bizarren Felsformationen. Abends Steak, Bier und Lagerfeuer und gute Diskussionen bis spät in die nacht.
Bekanntschaft mit unseren ersten Wombat und einem Kokkaburra.
12.09.1989
fahrt nach Melbourne mit Stopp in Cranbourne und Übernachtung in Mornigton, ruhiger Tag ohne Höhepunkte

13.09.89
nun am Nepoleon Highway nach geelong, auf die Great Ozean Road einer der schönsten Panoramastrassen der Welt, sie führt von der Apollo Bay bis Allensford wo sie wieder in den Prinzeß Highway mündet. Hier liegen die bekannten 12 Apostel, die Island Arch. und die London Bridge die einige Wochen später in sich zusammen bricht. Diese Felsformationen sind trotz stark touristischer Frequenz ein wahres Paradies das im licht der untergehenden sonne ein atemberaubendes Farbenspiel bietet.
In Warrnombool wird in einer kleinen Hütte für 90 Dollar übernachtet.

15.09.1989
blue lake in mt. Gambier, dieser See hat zwischen Oktober und März eine tiefblaue Farbe,
in millicent verlassen wir den Highway und fahren an der Küste entlang zuerst nach beachport, eine kleine Fischerstadt die am Lake Gorge liegt dann Robe eine der ältesten Siedlungen von Südaustralien. nach Kingston am goolong Np entlang, dieser ist 162 km lang an der Küste gelegen mit einer 132 km langen salzwasserlagune dahinter liegen riesige Sanddünen, Wolfgang findet riesige Muscheln, verstreut liegen kleine Seen mit abgestobenen bäumen.

Ankunft in Murray Bridge, Zeltaufbau und Anruf bei Elsa und frank, diese leben seit 1954 in Australien und wir sind die ersten Besucher aus der alten Heimat, wir werden überschwänglich schon an der Straße begrüßt , Bier und Most, essen werden aufgetischt sie freuen sich endlich wieder mal voralbergisch zu reden, es werden Lieder gesungen, Fotos hervor gezogen und über alte Zeiten geredet. Sie erzählen über die Strapazen der damaligen reise, 3 Kinder sind ihnen verstorben davon einer erschossen von einem Einbrecher.

Am Abend gibt’s Kässpätzle mit Kartoffelsalat, danach Kaffee und Kuchen. frank hat ca. 20 Glashäuser mit Gemüseanbau, sehenswert sein Hobbyraum in dem er die meiste zeit verbringt, hier macht er Musik und hier treffen sich seine Kollegen zum trinken.
Am morgen werden wir mit einem riesigen frühstück empfangen und der abschied fällt schwer, erhalten viel Proviant und 2 Säcke mit Geld für die überfahrt nach Kängeruh Island.

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KÄNGERUH ISLAND


18.09.89
Am Cape Jervis beobachten wir Delphine ganz nah am Strand und erleben noch einen tollen Sunset bevor die Fähre nach Känguru Island aufbricht, um 20.30 Uhr landen wir in Penneshaw dem schlechtesten CP bisher.
Entlang der Küste nach Vivianne Bay, wir campen an einer Flussmündung nahe dem Meer. Nach Aufbau des Zeltes und suche nach Brennholz besuchen wir die Sealbay, hier leben ca. 400 Tiere die man nahe beobachten kann, danach Besuch der Bales Beach, ein 5km langer Strand sehr abgelegen.
Am Abend gibt es Spagetti und wir sitzen noch lange am Lagerfeuer und genießen die Natur.

22.09.89 Fahrt zum Flinders Chase NP, einem der schönsten NP den wir bisher gesehen haben. Mitten in der wilden Natur bei Lagerfeuer gibt es schinkenrösti mit Bohnen, treffen hier Harry und Volker (aus Heidelberg) die dazu ein Brot im Erdofen herstellen, sitzen in Begleitung von Kängurus, Enten und Opossums von denen jeder ein teil des Mahles fordert, ein Känguru nimmt sogar die Tasse mit Wein in seine Pfoten und trinkt daraus, ich kann nur sagen so was erlebt man selten.
Es wird eine lange und lustige nacht.

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über die Emu Bay die einen recht schmutzigen Strand aufweist nach Penneshaw, sehen eine riesige Black Tiger snake und einen Leguan, abends im Pup bei viel Bier ausgiebig gefeiert, diese Pups sind immer wieder ein tolles Erlebnis.
Mit der Fähre nach Cape Jervis zurück und Richtung Barossa Valley, in lyndoch essen wir Schweinsbraten, Knödel und Rotkraut in einem deutschen lokal. Der Abend wird mit kartenschreibend verbracht.

25.09.89
Fahren 450km in den Flinders Range NP, es begleiten uns Regen und Hagel. Bei Port Augusta geht es nach nach Quorn und Hawker, es ist schon später Nachmittag und die untergehende sonne zaubert die schönsten Farben auf das üppige Blumenmeer das die Hügel bedeckt. Je weiter wir in das Tal eindringen desto öder wird die Landschaft, trockenes Grasland und roter Sand. In Wilpena Pound angekommen ist es schon dunkel, es ist kalt und Brennholz gibt es auch keines mehr, wir essen im Restaurant, gehen früh zu Bett und frieren.
Wilpena Pound ist die bekannteste Landschaftsformation der Flinders Range, eine riesige natürliche Arena. Das talbecken umfaßt eine Fläche von 80km und ist umgeben von einem Ring aus Bergklippen die nur eine kleine Öffnung bei sliding Rock hat durch die der Wilpena Creek fließt. An der Außenseite ragen sie 1000m hoch um aber im Innern sanft zum talbecken hin ab zufallen. Unsere Wanderung führt uns über den sliding Rock zum Wangara lookout die 3h dauert. Von hier aus hat man eine herrliche Aussicht über das Tal und die gegenüberliegenden berge, entlang des Wilpena Creek, man sieht viele Blumen, rotes Gestein und Eukalyptusbäume, verlassen wir das Tal. Abends gibt es Steak, Püree, Salat und einen guten Rotwein.
In den nächsten tagen Wanderung auf den St.Marys Peak und Mt.ohlsen von wo aus herrliche Ausblicke auf das Outback bis zu den Salzseen möglich sind, die Luft ist klar und der Himmel dunkelblau.
29.09.89
In Port Augusta kaufen wir noch die nötigen Lebensmittel ein und fahren in den Norden, hier beginnt das Outback, anfangs noch etwas grün wandelt sich das Bild schnell in graubraun, ein Meer von Steinen, kaum Büsche, ab und zu tote Tiere am Straßenrand, bis zur Nächsten
Tankstelle sind es 172km.
Coober Pedy ist das synonym für Opal, hier werden im Jahr Opale für 2 Mill. Dollar gefunden. Die Stadt sieht aus wie eine Schutthalde, überall sind riesige Steinhaufen zu sehen die man besichtigen darf, kleine Opalsplitter finden auch wir. Auf einer organisierten Tour besichtigen wir Minen, die Kirche und eine Wohnung die alle aufgrund der großen Hitze unterirdisch angelegt sind, die ganze Stadt lebt in der Erde.

30.09.89
Ayers Rock
fahrt zum Uluru wie ihn die Aboriginals nennen, 800km entfernt liegt dieser Monolith namens Ayers Rock, trotz schein unendlicher Fahrt bin ich begeistert von der wüste vor allem die riesigen roten Sanddünen haben es mir angetan so das wir den Sand in Flaschen abfüllen und nach hause schicken.

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1.9.1989
Auf einer schlechten holprigen roten Sandpiste geht’s 32 km zu den Olgas, eine riesige Felsformation inmitten einer weiten Gegend. Auf dem Lookout hat man eine phantastische Aussicht auf das weite Land, den Ayers Rock und die Olgas. Sehr lästig sind die vielen fliegen und so macht man die typischen Handbewegungen. Die Temperatur ist nun tagsüber auf 42 Grad angestiegen und auch die Nacht bringt kaum Abkühlung.
Abends sehen wir uns den Sunset am Ayers Rock an, leider schieben sich dunkle Wolken vor bevor er die bekannte rote Farbe annimmt aber trotzdem ist es ein imposantes Schauspiel, noch einzigartiger sind die vielen Leute die darauf warten.
3.9.89
Um 6uhr Beginn der Besteigung des Uluru, wir sind überrascht so viele Menschen zu treffen die sich auf den Gipfel aufmachen, wie Ameisen an einer langen kette die auf den Gipfel führt. Der Aufstieg ist Steil aber wenn man nach einer Stunde den Gipfel erreicht bietet sich ein atemberaubender Ausblich auf das Land sogar Mt. Connor ist zu sehen. Dieser Felsen muss man einfach gesehen haben, das Rot das sich je nach Sonneneinstrahlung ändert, die Erosionen von Wind und Wasser geformt und die vielen Blumen die auf diesem kahlen Felsen wachsen.

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4.9.89
Nach Alice Spring (445km), mit Abstecher zum Henbury Krater und einer Kamelfarm. Wenig Abwechslung auf dieser Strecke, hier füllen wir unsere Vorräte auf, schreiben Postkarten und buchen eine Tour in Mt. Isa, sitzen in Pups und genießen wieder etwas Zivilisation.
Auf der Strecke nach Tennat Creek liegen an linker Hand die Devil Marbels, riesige rote Steine inmitten einer flachen Einöde, laut Aboriginals sind dies die Eier der Regenbogenschlange , ähnliches ist auch in Neuseeland zu finden.
Nach 1 Übernachtung in Tennat Creek fahren wir nach Mt. Isa, die Strecke bietet außer Tausenden Termitenhügel, der langen geraden Strasse nichts besonderes.
In Mt. Isa besichtigen wir die Untertagmine, mit dem Lift fahren wir auf 850m hinab, man kann die Arbeiter beobachten, mit dem Auto geht’s dann in eine Tiefe von 1500m, die Strassen haben eine Länge von 500km.
10.9.89
Von Mt. Isa sind es 450km nach Richmond, der Campingplatz ist klein und schmutzig, zum essen gibt es wieder mal Spagetti, auch bis zu Townsville ändert sich nicht viel an der Gegend. Townsville hat zwar eine sehr schöne Fußgängerzone aber auch hier ist wenig los, nur wenige Leute sind unterwegs. Mit der Fähre setzen wir auf Magnetic Island über, wir wohnen an der Arcadia Beach im Backbacker Foresthafen- sehr zu empfehlen. Man kann abends grillen, die Zimmer sind gut ausgestattet und viele junge Leute lernt man kennen.
Am Tag darauf unternehmen wir einen Segeltörn von der Horsehoe Bay aus, ein lustiger Tag, man kann Schnorcheln, von hohen Klippen springen, sich am Boot bei voller Fahrt anhängen oder nur faulenzen. Wir bleiben eine Woche auf der Insel und fahren dann nach Cairns.
20.10.89
Die Fahrt dorthin ist geprägt von Zuckerrohrfeldern und Bananenplantagen, je weiter nördlicher wir gelangen desto üppiger wird die Vegetation mit Baumfarnen und Palmen.
In Cairns wohnen wir in einem herrlichen CP mit Pool (Coconut Van Park) etwas weiter weg
vom Zentrum, Cairns ist eine tolle Stadt mit vielen jungen Leuten, immer was los, hier treffen wir auch wieder Volker und Harry von Känguru Island.
22.10.89
Tagestrip auf Franklin Island, zuerst auf dem Musgrave River durch den Regenwald, vorbei an Mangroven und Sandbänken, die Inselgruppe besteht aus 5 kleinen Eilanden mit schneeweißen Stränden, vielen Muscheln und Korallenbänken, genießen diesen Tag mit Schnorcheln, sonnenbaden und lassen uns von der Crew mit gutem Essen verwöhnen.

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23.10.89
Mit dem Auto nach Kuranda, eine kleine Stadt im Regenwald mit viel Tourismus, wir kaufen uns ein paar Souvenirs und sind Mittags wieder zuhause, ein Paket abgegeben und dann noch den Wild Life Park in Palm Cove besucht. Abends mit ein paar Schweizer im Pup gesessen.

25.10.89
Abreisetag von MARGIT, sehr schade, auch ihr fällt der Abschied schwer.
Nun bin ich wieder allein unterwegs und der nächste Halt ist in Port Douglas an der 4 Mile Beach, es ist aufgrund dem Saisonende wenig los und viele Geschäfte sind schon geschlossen.
Nördlich davon liegt der Daintree River NP, ein Fluss gleichen Namens fließt durch Regenwald, in der Einmündung ins Meer wimmelt es von Krokodilen, hier ist es auch möglich eine Flussfahrt zu unternehmen die aber nicht besonders sehenswert ist. Wolfgang angelt am Fluss und zieht fast einen Hai an Land. An Schwimmen ist nicht zu denken aber in der Nähe gibt es ein Wasserloch wo man herrlich baden kann ohne an „Krokos“ zu denken.


30.10.89
CAPE TRIBULATION
bis hierher kann man mit einem normalen Auto fahren, danach nur mit Geländewagen erlaubt, mit der Fähre wird der Daintree River überquert, dann führt eine Naturstrasse 38 km an das Kap, durch dichten Dschungel - oft ist die Strasse schmal und die Bäume, Palmen und das Buschwerk bilden eine natürliche Allee, Holzbrücken müssen überquert werden, man hat herrliche Ausblicke auf Strände die von Palmen gesäumt sind, es scheint die Sonne und das Licht zaubert eine Märchenlandschaft in das üppige Grün.
Am Kap wohnen wir im „The Village“, Tag und Nacht Party und Musik mitten im Regenwald, hier ist die Hölle los und ich bin wieder in meinem Element, zu später Stunde geht’s in den Pool, ärgern uns maßlos über eine Deutsche die nur am Nörgeln ist ,ihr Leitspruch „soll das hier das Paradies sein“-auf Deutsch gesagt eine Tussi.
Am nächsten Morgen Kater, ganze Tag hängen wir herum, fotografieren den Regenwald und die schöne Umgebung.
Wir fahren zur Thoron Beach und übernachten am Strand, sitzen abends am Lagerfeuer und genießen die Stille, wollen morgen weiter nach Cooktown.
Streichen Cooktown und bleiben noch einige Zeit hier, es verschlägt uns an die Kimberley Beach, hier steht eine halbfertige Anlage mit Pool, es sind sonst nur 5 Leute da, sehr ruhig und ohne Stress.

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2.11.89
von der Kimberley Beach aus fahren wir mit dem Boot auf Low Island, einer kleinen Insel mit einem Leuchtturm die in 3min umrundet ist, ein herrlicher Sandstrand mit vorgelagerten Riff, es wimmelt von farbenfrohen Fischen, nur das Korallenriff ist eher spärlich. Beim Rückweg Schnorcheln wir noch auf Snapper Island, die erste Sichtung eines Riffhai.

3.11.89
Höre frühmorgens wie Wolfgang ruft das eine Schlange sich vor dem Zelt sonnt, so schnell bin ich noch nie aus dem Schlafsack geschlüpft und mir bereitgestellter Kamera vor dem Zelt gestanden, es ist eine grüne Baumschlange die sich dann vor uns im Gestrüpp in Sicherheit bringt. Am Nachmittag baden wir im Pool bis ich merke das die Geldtasche noch in der Hose ist.
Am nächsten Tag geht’s wieder zurück nach Port Douglas, es regnet die meiste zeit und so verbringe ich ruhige tage. Wolfi und Herta fahren noch einen Tag in das Riff hinaus.

6.11.89
Über Moosmann und Mt. Molley fahren wir nach Mareeba, einen Badestop legen wir in der Moosmann George ein, herrlich zum Baden inmitten von Dschungelgrün.
Telefon mit Edith und Walter, zuhause ist alles in Ordnung.
Fahren dann die Gegend ab um Arbeit zu finden, für die Melonenernte sind wir zu früh und die Tabakernte ist schon vorbei, macht auch nichts.

9.11.890
Mit dem Boot (28 Dollar) nach Fitzroy Island, etwas südlich von Cairns, das Zelten direkt am Strand kostet 4 Dollar, es begrüßt uns gleich ein Känguru und ein großer Leguan der sich am Müll labt, sie sind nicht scheu und man kann sie genau beobachten.
Lernen einen deutschstämmigen Kanadier (Wolfgang) kennen der für einen Monat Australien bereist. Am Nachmittag stundenlanges Schnorcheln, am Abend sitzen wir am Strand bei Lagerfeuer und Bier.
10.11.89
Wandere heute mit dem Kanadier zur Little Fitzroy, eine harte Wanderung erwartet uns, erst durch den Dschungel, dadurch das gerade Flut herrscht müssen wir an den Klippen entlang klettern, dann einen Baum hoch und entlang einer Höhle steigen, am Ende einer Felswand ist die Kletterei aufgrund beißender Baumameisen zu Ende und wir müssen ans Meer zurückkehren, dort lassen wir die Kleidung liegen und Schnorcheln zur Insel hinüber (1h), auf dem weg dorthin erwartet uns ein Paradies von Korallen und eine Vielzahl von farbigen Fischen, abends tun mir alle Knochen weh und wir genießen den Sunset am Pool des Hotels der nahe am CP liegt.
Lernen Erich und Gerti aus dem Kleinen Walsertal kennen, diese sitzen dann viel Zeit bei uns und machen auch die meisten Ausflüge mit, wandern zur Nudey Beach- ein schöner Dschungelpfad führt dorthin, man ist allein. Abends gibt es im Hotel eine Tanzvorführung und Musik einer irischen Gruppe - feiern bis zum Morgen.
Die Nächsten Tage genießen der Insel.

13.11.89
Über Kuranda nach Mareeba, hier übernachten wir um an Tag darauf in das Atherton Tableland nach Malanda zu gelangen, besuchen die Sautea Falls um ein Bad zu genießen, die Gegend erinnert an Zuhause, sehr hügelig und grün mit Holsteiner Kühen und kleinen Farmen.
Kurz vor Sonnenuntergang suchen wir uns einen Zeltplatz im Outback, 100km von der letzten Ansiedlung weg kochen wir Steaks und trinken Champagner sitzend auf der Strasse an der die ganze Nacht nur 2 Autos vorbeifahren, es ist Vollmond und zum ersten Mal hören wir das Brunftgeschrei von Koalas das an Grunzen von Schweinen erinnert. Ein unvergesslicher Abend.

15.11.89
Fahren durch das Outback nach Charter Towers, Ayr und am Abend erreichen wir Airlie Beach von der wir die Whitsundayinseln erreichen. Übernachten 2 Nächte um alle
Vorbereitungen zu treffen.

17.11.89
Mit dem Schiff nach Hook Island, eine relativ große Insel aber leider ist das Riff nicht gerade sehenswert dafür ist der Strand und der CP einmalig, daneben befindet sich das Hotel mit guter Taverne, treffen hier Kristin aus Batschuns und Gabi aus Bürserberg, auch Erich und Gerti sind hier und es wird ein feuchtfröhlicher Abend. Wir bleiben 4 Tage hier und verbringen die Zeit mit Schnorcheln und Erholen. Auf dem Rückweg besuchen wir noch South Molle Island.
Fahren dann über Mackay nach Yuppon, von dort wollen wir auf die Insel Lady Musgrave aber das Wetter macht uns einen Strich durch die Rechnung, weiter nach Emu Park mit dem singendem Segelschiff, einem Wal aus Fiberglas und noch einer Menge anderer Kitsch, dann über Gladstone, Bundaberg an die Mon Repos Beach (Oktober-April Schildkrötenzeit)-leider keine zu sehen, übernachten dann am Wilderness CP im Cooloola NP, der CP liegt traumhaft an einem 65km langen schneeweißen Strand, in der Nähe legen die Seen (Cootharaba+ Cooroiba), hier rudern wir mit dem Kanu um fast auf einen Rochen zu stehen und reiten dann mit einem Kamel durch den Busch. Abends einen der schönsten Sunsets - riesige Wolkenberge türmen sich auf, der Sand glüht förmlich im Schein der roten Sonne. Wolfgang aus Kanada zeigt keinerlei Verständnis hier länger zu verweilen - ihm ist es zu langweilig.

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25.11.89
Die letzte Etappe bis Brisbane übernachten wir auf Briebi Island, feiern den letzten Abend mit Wolfgang der uns bei Brisbane verlässt. In Brisbane suchen wir das New Zealand air Büro auf und sind überrascht mit welcher Freundlichkeit und Zuvorkommendheit wir behandelt werden, die Umbuchungen nach Christchurch klappen ohne Probleme.
Ungewöhnlich beim Stadtbummel sind bei diesem heißen Wetter der Weihnachtsschmuck. Gegen Mittag fahren wir nach Warwick westlich von Brisbane, während des Kochens geht uns das gas aus das von 2 älteren Herrn beobachtet wird, diese laden uns sofort ein bei ihnen im Wohnwagen zu kochen, im Laufe des Abends benötigen wir 30 Flaschen Bier, ein lustiger Abend.
27.11.89
Die nächste Etappe führt uns nach Gunnidah, relativ weit draußen im Outback, hier begegnen wir vielen Trucks die nachts hell beleuchtet sind.. Die Gegend ist Farmland und riesige Schafherden sind zu sehen.
Über Walcha nach Port Mcquire, Abstecher zu den Apply und Tia Falls im Oxley NP, dieser liegt auf 1000m und es ist angenehm kühl, lästig sind die vielen Fliegen. Die Gegend erinnert an Neuseeland mit seinen vielen Farnbäumen.
Der nächste Stop ist der Smith Lake, ein schöner CP nahe am See mit vielen Kokkaburras, leider regnet es viel aber an einem Abend erleben wir einen wunderbaren Sonnenuntergang in einem tiefen Rot und Violett.
Derzeit haben wir Pech mit dem Auto, das Öl rinnt und die Reparatur kostet uns 300 Dollar, am gleichen Abend fahren wir weiter und finden bis 22 Uhr keinen CP, Dann haben wir noch während der Suche einen Reifenschaden, am nächsten Tag ist die Benzinpumpe im Eimer und kurz vor Sydney geraten wir in einen Wolkenbruch der uns für 2 h auf der Autobahn festhält, in Sydney finden wir keine Wohnung und müssen in der ersten Nacht mit einem Schlafsaal vorliebnehmen. Nach langer Suche finden wir dann eine 2 Zimmer Wohnung.
Mein erster Weg führt zum GPO, habe viele Briefe erhalten, sogar Thomas und Armin haben wieder einmal geschrieben, von Josef erhalte ich Post von den Osterinseln, natürlich von Margit und Mama die jedes Mal fragt wann ich wieder zuhause bin.
In Sydney ist jetzt Frühling und alles blüht und in ein paar Tagen geht’s weiter nach Neuseeland, genießen die letzten tage mit bummeln, Schreiben und Shopping.
Verlasse nur ungern diesen faszinierenden Kontinent voller Gegensätze und ich weiß das ich bald wieder zurückkehren werde.