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Auf der «Straße der Gewürze» ist Réunion ein echter Garten Eden, der anfangs verlassen war und den arabischen Seemännern nur als Zwischenstopp diente.
Ab der Mitte des 17. Jahrhunderts bevölkerten die Franzosen und die Madagassen die Insel nach und nach, ab dem 18. Jahrhundert siedelten sich Inder und Afrikaner an und schließlich die Chinesen im 19. Jahrhundert.
Sie brachten ihre kulinarischen Traditionen mit. Dies ist die Geburtstunde der réunionesischen Küche, die eine wahre gastronomische Mischung darstellt. Jedes Rezept umfasst 1001 Gewürze, die jedem Gericht ein unvergleichliches Aroma geben.
Ein gut gefüllter, bunt-gewürzter Teller ist Teil des täglichen Lebens auf Réunion, mit all seinen verschiedenen Ursprüngen. Im Laufe Ihres Aufenthaltes werden Sie mehrfach die Möglichkeit haben, die Spezialitäten der „île intense“ (intensiven Insel) kennen zu lernen.


SPEISEN IN LA REUNION

Samoussas:
mit Fleisch und/oder Gemüse gefüllte, frittierte Dreiecke, indischen Ursprungs
Bouchons:
über Dampf gekochte Fleischbissen
Bonbons piments:
kleine, mit Erbsenpüree gefüllte Krapfen
Sarcives: in Honig und Sojasosse eingelegtes Schweinefleisch
Beignets
mit Blumenkohl, Garnelen oder Bringellen Palmiste frisch im Salat oder als Gratin
Landestypische Wurst:
kreolische Rolle (boudin créole),
Kopfkäse (fromage de tête) Gratin mit Chouchou oder Kürbis

Hauptgerichte:
Kreolisch Essen Das traditionelle kreolische Essen besteht aus verschiedenen Zutaten:
dem Reis, den es, je nach Appetit, in der Form des „Piton“ oder des „gazon“ gibt.
Dann folgen: Erbsen, Cari, Brèdes und schließlich die unterschiedlich gewürzten Rougails und Achards, die dem Teller seine lebhaften Farben verleihen.

Der Reis:
Er ist das Basiselement der kreolischen Küche und bei allen Volksgruppen vertreten. Er kann weiß oder auch wie folgt auftreten:
riz zambrocal:
Reis, aus Bohnen, Erbsen, Fleisch (normalerweise Pökelfleisch, wie Würste oder Boucané) und einer Curcumaspitze zusammengesetzt. Die Grundlage kreolischer Picknicke.
riz maïs:
Manche Familie in den Höhenlagen verzehren den gemahlenen Mais oder vermischen ihn mit Reis gleicher Qualität oder mit verschiedenen Mengen, je nach Geschmack. Er wird wie der weiße Reis zubereitet und ist oft die Beilage bei Fleischgerichten in Sauce (vor allem beim Enten-Cari).
riz jaune:
Er wird wie der weiße Reis zubereitet, ihm wird aber manchmal Curcuma, Thymian, Salz, Öl, Pfeffer und Schmalz hinzugefügt. Er kann auch Bohnen und Kartoffelstücke enthalten.
riz chaufflé:
Reis vom Vorabend, der in der Pfanne mit Salz, Knoblauch, grüner Zwiebel, gehackter Petersilie und je nach Geschmack, mit oder ohne Piment, nochmals erhitzt wird.
riz cantonnais:
weißer Reis, dem kleine Omelette-, Schinken-, und Garnelenstücke, oder anderes gebratenes Fleisch, hinzugefügt werden.

Typische Beilagen:
Linsen, Erbsen (pois du Caps, runde Erbsen,…);
weiße, rote oder schwarze Bohnen; … Besonders köstlich: gekocht in Sahnesoße.

Cari:
Ursprünglich ein tamilischer Name, ist Cari ein Wort für Ragout.
Es wird mit Tomaten, fein gehackten Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer, Gewürzen, Salz und, mit dem Stößel (Steinmörsel) gemahlenes, Piment in einem gusseisernen Kochtopf über Feuer langsam gekocht. Alle Arten von Fleisch oder Fisch können in der Soße zubereitet werden, wobei am meisten das Hühnchen-Cari gekocht wird. Der Curcuma-Puder oder „heimischer Safran“ gibt ihm die schöne gelbe Farbe und ein leichtes Aroma. Das „Must“: Das Cari über Holzfeuer kochen.
Für Feiern:
Cari aus Langusten, Bichiques, Aalen oder Muschelbrühe (außergewöhnliche Luxusgerichte).

Rougail:
Eine Hauptspeise. Sie ist ein Cari ohne Soße. Am Berühmtesten ist das Wurst-Rougail (ein Cari mit gebratenen oder kalten Würsten), aber es gibt auch noch das Rougail Boucané (Cari mit geräuchertem Schweinefleisch) oder das Rougail Chevaquines (kleine Süßwasser-Krabben)

Massalé:
Fleisch- (Geflügel und Ziege) oder Fischgericht, dass mit Massalé-Pulver (einer Mischung aus indischen Gewürzen) und am Ende des Abends, in einer Brühe aus Larson oder Moultani (drei indische Gewürze zu essen, erleichtert die Verdauung) zubereitet wird. Das ist das indische Pendant zum, von den Réunionesen so geschätzten, Cari.

Shop Suey:
Ein chinesisches Gericht, das von den Einwohnern von Réunion häufig mit, in Stücke geschnittenem, Fleisch oder Fisch zubereitet wird. Es schmort dann typisch chinesisch, zusammen mit frischem Gemüse, das über Feuer im Wok mit einer fein abgeschmeckten Soße gebraten wurde.

Brèdes:
Der Name ist indischen Ursprungs und bedeutet „Kräuter, die gut zu essen sind“. Natürlich angebaute oder kultivierte Kräuter begleiten oft die Hauptgerichte. Sie werden häufig auf zwei Arten verzehrt: im Frikassee (zum Beispiel Chouchou, Lastron) oder in einer Brühe (zum Beispiel Morellen-Brède, Kresse, Mouroungue,…). Sie sind sehr leicht und einfach zu verdauen.

Rougails:
Besonders gewürzt und wird oft mit Cari serviert. Aus Früchten oder Gemüse (Tomate, Mango, z’évis, Pistazie, Auberginen,...) zubereitet. Dank des exquisiten Geschmacks der Combava, des Ingwers, des Mango-Ingwers und anderer exotischer Aromen wird das Rougail zum Höhepunkt für Feinschmecker/

Archards:
Eine Mischung aus Gemüse, die mit Öl (Weißkohl, Möhren, grünen Bohnen, viel Piment) gekocht wird. Sie wird mit Curcuma, Ingwer, Salz, Piment und einem Schuss Essig gewürzt. Die Desserts: Die bekanntesten Kuchen: aus süßen Kartoffel, Maniok-Wurzeln, "Ti son" (Mais) und Songe (eine Wurzel).

Die kreolische Pastete:
Eine Art Pastete mit süßer oder salziger Kruste. Die salzige Pastete ist gefüllt mit Fleisch (Hähnchen, Schwein) und wird traditionell als Aperitif zur Weihnachtszeit, mit einem kleinen Glas Marie-Brizard-Likör, gegessen. Die Garnitur der süßen Pastete trägt den reizenden Namen "govideau". Sie ist mit Papaya-, Goyavier-, … Marmelade gefüllt und wird zum Nachtisch verzehrt. Jeder besitzt sein Rezept.

Torten mit Früchten der Saison:
Bananen- und Ananastorte, Tatin-Torte mit Papaya, Mango... Goyavier-Paste (goyave-de-Chine), eine kleine köstliche rote Frucht, die die besondere Eigenschaft besitzt, genauso viel Vitamin C zu enthalten, wie ein Kilo Apfelsinen) mit Käse von den Plaines. Früchte oder Salat aus Früchten der Saison: die Ananas Victoria, die Litchi, die Mango, usw.

Der Kaffee:
Er besitzt manchmal einen angenehmen Vanillegeschmack.

Die lokalen Getränke:
Der Rum arrangé, ist eine echte Institution geworden. Er wird wie folgt hergestellt: man legt verschiedene Zutaten im weißen Rum (oder Karrenrum) ein und fügt binnen einiger Monate noch aromatische Gräser (Zitronengras, Zimt, Vanille, Faham, Ingwer...) und/oder Früchte (Ananas letchis goyaviers)etc, hinzu. Jeder Einwohner von Réunion hat seine Herstellungsgeheimnisse. Man kann sie als Aperitif oder als Verdauungsschnaps probieren.

Der Punsch:
Er besteht zu gleichen Anteilen aus vermischten Fruchtsäften, Zucker-Sirup und weißem Rum.

Quelle: Wikipedia. La Reunion Seite