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Australien - Kimberleys 2005 - Reisebericht

Bilder -
Kimberleys 2005

Von Broome über die Gipp River Road nach Darwin, eine fast 2000km lange, zum Teil unbefestigte Piste durch den Nordwesten Australiens.

Helmut und ich haben schon vor Jahren eine solche Reise geplant, ein Selbstgeschenk für unseren 40igsten Geburtstag. Es sollte eine Offroad Tour werden, irgendwas durch die Wüste mit Selbstversorgung, Lagerfeuerromantik und Übernachtung im Freien also ein Männerurlaub mit kalkulierbarem Abenteuer.

So wurden wir in Bludenz vorstellig der uns für 2 Wochen Lybien mit Vollpension 8000 Euro abnehmen wollte, um auch neben unserer Reise uns einen genussvollen Wein leisten zu können haben wir dankend abgesagt und uns vom Reisebüro Nachbaur in Feldkirch beraten lassen


Christian Urban hat uns bestens beraten und uns auf die Reise nach Australien geschickt, Flug mit Landcruiser um sagenhafte 1800 Euro.


Beginn ist Broome im Nordwesten von Australien, dann entlang der Gipp River Road mit Abstecher in die verschiedenen Schluchten, danach zu den Bungle Bungle und über Katherine, Kakadu Nationalpark nach Darwin.


Abflug am Montag den 13.Juni 2005 um 23.55Uhr

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von Frankfurt nach Singapur (12h), dann 3 Stunden Aufenthalt am Flughafen Singapur wobei dies kein Problem darstellte da der Kakteengarten im Freien über genügend Bier verfügte, danach für 4,5h der Flug nach Perth, auch hier wieder Zwischenaufenthalt von 4h, am Mittwoch Morgen um 6.30Uhr Flug nach Broome. Sehr genaue Kontrollen an den Flughäfen, Schuhe ausziehen, Zeltkontrolle, bei mir wurde an der Kleidung TNT festgestellt, Helmut musste seinen Vorrat an Feuerzeugen abgeben.

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Ankunft in Broome um 9Uhr 50, keine Wolke in Sicht und sehr warm. Ein Taxi bringt uns zum Kea Vermieter, der Toyota Landcruiser wird von Helmut begutachtet und nach Montage von zwei neuen Reifen fahren wir zur Ocean Lodge, ein dürftiges Zimmer für 120 Dollar die Nacht empfängt uns, in dessen Inneres sich auch noch ein haariges Etwas befindet das leider nicht genau identifiziert werden konnte.

Aber nach einer heissen ausgiebigen Dusche geht es zur Krokodilfarm von Malcom Douglas.

Ausgiebige Information von Süsswasser - und Salzwasserkrokodilen, deren Aufzucht und eine Fütterung sind bei einem Eintritt von 18 Dollar dabei.
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Nach einem Bad an der Cable Beach mit anschliessendem Sonnenuntergang fahren wir in die Stadt zurück und essen im Blooms Gourmet Deli & Cafe, asiatisches Curry mit einer guten Flasche Shiraz runden den Abend ab. Wir gehen um 22 Uhr schlafen um dann ausgeruht frühmorgens die Tour zu beginnen.
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Nach dem Einkauf bei Coles, die nächsten 5 Tage sind gesichert, fahren wir den Highway One bis nach Derby, um im Willare Bridge Roadhouse einen ersten Tankstopp einzulegen.

Kurz vor der Abzweigung in die Gipp River Road steht der Prison Boab Tree, ein Flaschenbaum von 14m Umfang der in früherern Zeiten als Gefängnis für Aboriginals herhalten musste, er ist über 1000 Jahre alt.

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Die ersten 70km der GRR (Gipp River Road) sind noch geteert, danach eine Erdpiste mit phasenweise sehr hartem Waschbrett. Die Strecke ist eintönig mit geringem Baumbestand, sehr staubig und trocken. Gegend Nachmittag erreichen wir Windjana Gorge.

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WINDJANA GORGE

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Bis zu 90 m hohe Schluchtenlandschaft - 3,5 km lang, geformt vom Lennard River (fließt nur während der Regenzeit, in der Trockenzeit besteht er aus einer Kette von Billabongs) Am Anfang ist die Schlucht sehr eng, die ersten Meter muss man sogar durch einen engen Felsspalt und einen kleinen Tunnel, dann weiter über Kiesel im Wasser, dann folgt der Wanderweg durch dichten Bewuchs dem Fluss ab und zu gibt es eine Abzweigung zum Flussufer.

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Hier kann man Süßwasserkrokodile (eine Kolonie von ca. 80 Tieren) beobachten kann (sonnen sich auf den Sandbänken am Lennard River), für den Weg durch die Schlucht bis dorthin, wo sie sich das erste Mal erweitert, braucht man hin/zurück ca. 2 Std., man kann aber auf eigene Faust auch noch in den hinteren Teil der Schlucht vordringen, zu sehen gibt es weiße Kakadus, Eisvögel, Schützenfische, Brachsen, Schmetterlinge, Flughunde, Zwergfelsenkängurus, Wallabys.

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Nur wenige Gehmintuen entfernt befindet sich ein toller Campingplatz vor grandioser Kulisse. Besonders schön sind die senkrechten Felsen im Hintergrund, wenn sie von der Abendsonne beschienen werden.

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Der Campingplatz hat eine abgetrennte eigene Zone für Generatoren und verfügt über Toiletten, Feuerstellen und kalte Duschen. Ein wahrer Luxus nach einer schweisstreibenden Wanderung. Der nette Ranger macht am Abend seine Runde und kassiert die Gebühr von 9 AU$ pro Person.

17. Juni 2005

6 Uhr aufgestanden um den Sunrise zu beobachten, Helmut geht joggen und ich richte ein gutes Frühstück.

Die Strecke führt uns entlang der Napier Range vorbei am Queen Victoria Head ( ein Felsen der dem Kopf von Königin Victoria gleichen soll ) zur Abzweigung von Lennard River Gorge, eine sehr rauhe und harte 18km lange Piste bei der wir in der Hälfte umdrehen da uns entgegenkommende Fahrzeuge immer wieder abraten weiter zu fahren da erstens die Strasse sehr schlecht werde und zweitens es in der Gorge aufgrund fehlendem Wassers nichts zu sehen sei.

Fahren bis zur Bell Goerge

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Die 30 km Abzweig von der Gibb River Road sind als Allradtrack ausgewiesen, in der Trockenzeit aber relativ gut zu befahren. Jedenfalls die ersten zwei Drittel bis zum Campingplatz, vor dem man ein Gatter öffnen und wieder schliessen muss. Dahinter gibt es Informationstafeln, die man sich genau durchlesen sollte. Auf dem jetzt folgenden Teilstück der Strasse entlang des Flusses sollte man unbedingt auf dem Weg bleiben, denn es führt auf einer Art Damm durch sumpfige Landschaft. Wer hier unachtsam ist und von der Strasse abkommt, der landet im tiefen Schlamm.

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Schliesslich erreicht man einen Parkplatz, dann geht es nur zu Fuss weiter. Hier wird erst einmal gegessen - Salami, Essiggurken und Bier.
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Lernen 2 Deutsche kennen die uns noch viele Male bis nach Darwin begegnen.

Unbedingt Sonnenschutz, Wasser und Badesachen mitnehmen, festes Schuhwerk ebenfalls. Über Felsbrocken, kleine Wasserläufe und unebene Wege geht es in ca. 30 Minuten dem Ziel entgegen: der fantastischen Schlucht mit ihrem Wasserfall.

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Zuerst steht man oberhalb der Fälle. Hier kann man in flachen Pools schon prima baden, aber ein Blick in die Schlucht unterhalb des Falles zeigt einige Menschen im grossen Pool. Um dorthin zu kommen muss man den Fluss durchwaten und dann folgt eine Kletterpartie auf kaum markierten Wegen über einen Kamm und dann steil hinab zum Pool. Durch die Schlucht selbst führt kein Weg, wer ihr weiter folgen möchte muss immer wieder nach oben klettern, um vorwärts zu kommen. Es gibt weiter hinten noch mehrere Pools, die zum Schwimmen und Sonnenbaden einladen.

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Besonders beliebt ist natürlich der tiefe Pool direkt unterhalb der Fälle, hier hat man einen fantastischen Blick. Das Wasser ist eiskalt, man sollte nur sehr vorsichtig hineinklettern. Dabei immer auf die extrem rutschigen Felsen achten, die nicht nur glatt sind, sondern auch etwas glitschigen Algenbewuchs haben. Geniessen hier 2 ruhige Stunden mit Baden und Sonnen. Nach dem erfrischenden Bad muss man den gleichen Weg zurück und ist schon nach kurzer Zeit wieder schweissgebadet. Und nicht zu vergessen sind die lästigen Fliegen die es auch überall zu geben scheint.

Fahren danach bis zum MT. Barnett Roadhouse und erhoffen uns hier mit Bier versorgen zu können aber leider gibt es hier kein Pup und so übernachten wir 7km entfernt an der Manning Gorge, ein kleines Buschcamp unter hohen Boabs, es gibt Thunfischsalat mit restlichem Blattsalat der gestern übergeblieben ist, die letzten 6 Bier werden ausgetrunken, in der Nachbarschaft brennt ein Lagerfeuer und wir geniessen die Stille einer weiteren australischen Nacht.

Frühmorgens um 7 Uhr ist Abfahrt

18. Juni 2005

Schon kurz nach dem Roadhouse wird die Piste merklich schlechter, eine harte Waschbrettpiste mit ausgewaschenen Löchern lässt das Tempo auf 40km/h drosseln, aufzupassen ist in den Kurven die oft Sandpassagen aufweisen, links und rechts immer wieder die imposanten Boabbäume, weite Flächen von Spinifexgras wechseln sich mit riesigen Weideflächen ab, verstreut grasen Rinderherden die man immer im Blick haben sollte. Die Piste windet sich immer wieder steil nach oben um phantastische Ausblicke über das weite, einsame Land zu gewähren.
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Gegen Mittag erreichen wir Ellenbrae Station, hier kann übernachtet, kleine Imbisse eingenommen und nachgetankt werden, ein riesiger Boabbaum beherbergt eine Badewanne, wir essen Toast und machen eine Pause von der staubigen Piste.

Der Nächste Stop ist die Durack River Station an der auch Jack`s Waterhole liegt, ein Billabong zur Vogelbeobachtung die aber leider geschlossen ist

Die erste grosse Flussdurchquerung liegt vor uns, der Pentecost River, schon die Anfahrt zum Fluss ist Atemberaubend, im Hintergrund die Cockburn Range mit ihren hohen Felsen und rückblickend die grosse Steppe.
Der Fluss führt etwa einen halben Meter Wasser, also gar kein Problem und deshalb wird er auch 3x durchquert um auch viele Fotos machen zu können. nach der Durchfahrt des Pentecost River geht links die alte Piste nach Wyndham ab, eine schwierige Sandpiste deren Verlauf wir für kurze Zeit folgen, machen eine Rast am Fluss um nach Krokodilen Ausschau zu halten, machen zusätzlich Actionfotos von der Sandpiste.

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Gegen Abend Ankunft an der
El Questro Station.

Sie ist eine 4.000 m² grosse Rinderfarm mit über 3.000 Tieren. Sie hat sich in den letzten Jahren aber mit Erfolg dem Tourismus zugewandt. So wird hier gegen Gebühr alles angeboten, was das Touristenherz mit grossem Geldbeutel begehrt: Helikopterflüge, Buschwanderungen, Verleih von Angelruten und Bootsverleih.

Wir übernachten auf dem Campingplatz um am Abend im Pup am Buffet teilzunehmen, tolles Salatbuffet, Steaks, Barramundi in Folie, Huhn, Sausages, Bratkartoffeln und Desserts.
Sitzen neben dem Lagerfeuer, hören der Countrymusik zu und laben uns am Buffet.
Etwas später sitzen wir uns zu einer australischen Reisegruppe mit denen ein tolles Gespräch stattfindet.
Danach an die Bar bis zum Schluss, Helmut spürt das Bier und schläft die halbe Nacht im Freien, dementsprechend müde schaut er morgens dann auch drein.
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Wanderung in die El Questro Gorge, dies erinnert mich an die Farnwälder in Neuseeland, herrlich klares Wasser mit Palmen und Farnen gesäumt, über Stock und Stein etwa 2 Stunden lang, teilweise muss über Felsen geklettert und Pools müssen durchquert werden um am Ende dann ein traumhafter kleiner Pool mit Wasserfall zu finden Geniessen nach dieser schweisstreibenden und anstrengenden Wanderung ein Bad in klarem kalten Wasser, dazu kaltes Bier. Sitzen unter dem Wasserfall der als Dusche dient. Danach zu den Zebedee Springs, eine Ansammlung von heissen Quellen.
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Nach 120 km sind wir in Kununurra ohne vorher noch einen Steppenbrand mit zu erleben. Übernachten im Kimberley CP der gut ausgestattet und sauber am Ord River, oberhalb am Diversion Damm liegt. Hier liegt auch die Wetland Area. Abends herrlicher Sonnenuntergang. Essen im Zebra Rock Cafe, es gibt wieder mal Buffet. Danach im angrenzendem Pup um einige Bier zu vernichten, sehen wieder mal eine Horde betrunkener Aboriginals die nichts unversucht lassen als zu provozieren. Nur einige Meter nach dem Pup werden wir von der Polizei angehalten um zu pusten, ist aber sehr freundlich und sagt zu mir das ich schnellstens ohne etwas zu trinken zurück zum Campingplatz fahren soll und wie es der Zufall will verfahren wir uns noch. In der Nacht beginnt es leicht zu regnen, natürlich kein Überzelt und so wache ich bei den ersten Tropfen auf.

Bungle Bungle Nationalpark

Es geht um 7 Uhr los, kaufen für die nächsten Tage ein und fahren 360km zu den Bungle Bungle ( Purnululu Nationalpark). Von der Abzweigung bis zum Park Ranger sind es 53km, die Strasse ist in recht gutem Zustand, Sandpiste, Erdpiste wechselt mit steinigen Abschnitten ab.
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Noch bis Anfang der 80er Jahre war die Welt der Bungle Bungles auf Grund ihrer entlegenen Lage nur den Ureinwohnern und einigen wenigen einheimischen Farmern, Geologen und Wissenschaftlern bekannt. Dann entdeckten die Medien die Bungles und 1982 wurde nach einer Fernsehsendung eine breite Öffentlichkeit auf dieses Naturwunder aufmerksam.

Das Gebiet des heutigen Purnululu National Park ist seit Jahrtausenden die Heimat der Ureinwohner. Die grössten Stämme sind die Kija und die Jaru. Es gibt zahlreiche Grabstätten und Kunstwerke in der Region. Die Ergebnisse von Radiocarbonmessungen lassen vermuten, dass Menschen seit mindestens 20.000 Jahren in der Region gelebt haben.

Der Name Purnululu kommt aus der Sprache des hiesigen Kija-Stammes bedeutet soviel wie Sandstein - wie passend. Um die Entstehung des Namens Bungle Bungle ranken sich viele Gerüchte. Einleuchtend ist die Erklärung, es handelt sich um die falsche Schreibweise des gemeinen Grases, welches im Kimberley wächst. Das heisst nämlich Bundle Bundle.

Auch 20 Jahre nach dem Eintritt in das Bewusstsein der Öffentlichkeit ist es nur wenigen Touristen vergönnt hierher zu kommen. Zum einen denen mit dickem Geldbeutel, die einen teuren Rundflug oder eine organisierte Tour dorthin buchen, und denen mit Abenteuerlust und Allradantrieb, die den 80 km langen Weg in die abgelegene Region nicht scheuen. Von Massentourismus kann noch lange nicht die Rede sein, aber für australische Verhältnisse gibt es in der Hochsaison schon eine Menge Besucher vor Ort.

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Nach Bezahlung von 43 Dollar für 2 Übernachtungen und dem Eintritt in den Nationalpark fahren wir zum Kurrajong CP, bauen das Zelt auf und brettern auf einer kitschig roten Sandpiste entlang des Red Rock Creek zu Echidn Chasm, einer spektakulären Schlucht die sich am Ende nach ca. 2km zu einem schmalen Grat verengt, Steilaufragende rote Felsen, gesäumt von Palmen machen diese Wanderung zu einem unvergesslichen Erlebnis.
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Der Froghole Trail ist leider geschlossen, und für den Mini Palms Trail ist es schon zu spät.

Um 17.30 Uhr wir es schon dunkel und so fahren wir zurück zum Campingplatz um zu kochen, es gibt wieder mal Steak aber diesmal mit Kartoffeln, Röstzwiebeln und Salat.
Ausgezeichneten Wein, völlige Stille und ein gutes Gespräch runden den Abend ab. Um 22 Uhr bekommen wir Besuch von unseren Nachbarn, es sind Deutsche die in Perth wohnen.

21.Juni 2005

In der Nacht wurde es im Zelt empfindlich kühl, der Morgen zeigt sich bewölkt und so wird der Rundflug verschoben. Fahren nach dem Frühstück zum Visitor Center (19km) um noch ein T-Shirt zu kaufen, danach die 25 km in den südlichen Teil des NP, hier finden sich die berühmten so genannten Bienenkörbe in verschiedenen Orangetönen. Bei der Anfahrt werden wir von Touristen aufmerksam gemacht das wir das Dach nicht eingefahren haben, Helmut wird sich über Sand in seinem Bett sicher freuen. Die Sandsteingebilde sind schon von weitem sichtbar und lassen auf imposante Erscheinungen schliessen.
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Vom Parkplatz aus beginnt der Domes Trail, ein 1km langer Rundweg der weiter zur Cathedral Gorge führt, dieser Weg ist 3 km lang und führt zwischen den Kuppeln entlang eines Flussbettes ans Ende der Gorge dessen Felsen sich zu einem natürlichen Amphitheater schliessen, ein Pool reflektiert die Felsen. Machen eine lange Pause und lassen dieses herrliche Gebilde auf uns wirken. Danach wandern wir noch entlang des Piccaninny Gorge Trails, dieser 30km lange Wanderweg führt tief in die Bungle Bungle, wir laufen etwa 4 km und sind begeistert. Leider ist es immer noch bewölkt und so sagen wir den Flug ab.
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Zurück am Campingplatz gibt es noch einen tollen Sonnenuntergang wobei die Felsen glutrot scheinen.
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Nach dem Essen werden wir von den Deutschen eingeladen uns zu ihnen ans Lagerfeuer zu sitzen, am Ende sind wir dann 12 Deutsche und 2 Österreicher die dann um 22 Uhr von einem Holländer aufgrund des Lärmes ins Bett geschickt werden. Aber trotz allem ein gemütlicher Abend.
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22.Juni 2005

Auch am Morgen noch etwas bewölkt, wir fahren wieder auf den Highway One nach Kununurra, essen eine Kleinigkeit und kaufen frisches Brot, auf der Strecke dahin sehen wir einen Roadtrain mit 4 Anhänger und 57m Länge.

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Danach geht's über die Grenze ins Northern Terrytory um nach 20km in den Keep River Nationalpark abzubiegen. Der Parkranger erklärt uns ganz genau den Park, Eintritt und Übernachtung umsonst, wir fahren einer roten, staubigen Erdpiste 23 km lang zuerst zur Nganalam Art Site, einer Aboriginalstätte mit Höhlenzeichnungen. Danach zum Jarnem Campground ( 8km ) der wunderschön gelegen ist, von hier aus gibt es eine tolle Wanderung mit Ausblick, es ist sehr heiss, keine Wolke ist zu sehen. Hier sieht man schwarze Kakadus und Dingos. Es ist ein Paradies für Ornithologen.

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Nach der Wanderung, Helmut liegt noch in der Hängematte, werden Salaminudeln gekocht, dazu gibt es Essigurkensalat. Helmut sammelt Holz und wir sitzen lange vor einem grossen Lagerfeuer, trinken Wein, reden und ich probier mal ein paar Langzeitbelichtungen des Sternenhimmels.

Schlafen sehr gut bis 5 Uhr , wunderbarer farbenprächtiger Sunrise.

23. Juni 2005

Die heutige Strecke heisst 450km bis Edith Falls, sehen einige Kängeruhs und ein Dingo, die Strecke eintönig, selten eine Abwechslung In Katherine kaufen wir frisches Brot und besuchen den Bottle Shop, dieser hat eine gute Auswahl von Weinen. Wunderschöner Campingplatz neben den Edith Falls, riesiger Teich mit Wasserfall, kühl und gut zum schwimmen. Danach in der Sonne gelegen, abends gibt es Steak und Kängeruhfleisch. Treffen auch wieder die Deutschen von den Bungle Bungle.

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24. Juni 2005

Von Pine Creek über den Kakadu Highway fahren wir zu Yellow Water. hier liegt die Cooinda Lodge mit tollem Pool, Camping, Restaurant, Shops und Ausgangspunkt für die Bootstourenauf dem Yellow River. Bauen das Zelt auf, kaufen Tickets für die Sunset Bootstour uns essen in der Lodge, danach 2 Stunden am Pool, fahren danach zum Warradjan Aboriginal Cultural Centre um T-Shirts und Cd`s zu kaufen. Pünktlich um 17.30 Uhr fährt das Boot entlang des Yellow Rivers um wunderschöne Blicke auf die Fauna und Flora werfen zu können. Mehrere Krokodile, Pelikane, Eisvögel, Seeadler und Wildpferde sind zu sehen. Das Wasser ist sauber und die Bäume spiegeln sich darin. Riesige Seerosen, Palmen und eine Blumenpracht säumt das Ufer. Abends im Pup gegessen, es spielt Livemusik, sitzen bis 23 Uhr .

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Schon früh morgens machen wir uns auf den Weg zu den Jim Jim Falls, laut Info liegen 60km harte Piste vor uns aber die ersten 30km sind kein Problem - fast eine Autobahn. Danach sehr schmal, hart und staubig, Erdpiste wechselt mit Sand und Steinen ab, ein Höhepunkt ist die Durchquerung des Nourangie Creek, das Wasser überspült den Motor und die Furt ist steinig mit Löchern die nicht sichtbar sind.

Zuerst fahren wir zu den Twin Falls, wandern zum Top in 2 Stunden, tolle Aussicht auf den Wasserfall von oben, steil und heiss. Zurück fahren wir mit dem Boot in ein paar Minuten zum eigentlichen Wasserfall mit weisser Sandbank, schwimmen wegen der Krokodilgefahr ist verboten. Danach zu den Jim Jim Falls der leider kein Wasser führt aber nicht minder eindrucksvoll ist. Machen eine lange Pause mit Salami und Thunfisch.

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Über den Arnhem Highway geht es dann nach Darwin das wir um 17 Uhr erreichen.

Wir nehmen uns im Crown Plaza ein Zimmer.

Die letzten Tage geniessen wir den Luxus einer Badewanne, feines Essen in der Stadt und das Nachtleben von Darwin das nicht zu verachten ist. Tagsüber ist Shopping angesagt, kaufe viel von Billabong, Quicksilver, Industry und Mambo.

Am nächsten Tag um 13 Uhr wird das Auto zurück gegeben, mit dem Taxi gehts zum Flughafen und es gilt nun Abschied zu nehmen, nun bin ich schon das achte Mal in Australien und es ist mein Traum hier einmal meinen Lebensabend zu verbringen.

Das war ein super toller urlaub mit Helmut, weitere Reisen sind geplant (Marokko mit Besteigung des Jebel Toubkal 4200m)